Transparenz ist uns wichtig. Deshalb legen wir offen, auf welchen Annahmen diese Kostenrechnung basiert – und woher die Zahlen stammen.
Unser Modellgebäude ist eine Wohnung oder ein Haus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche im KfW-55-Standard – also gut gedämmt, wie es für Neubauten heute üblich ist. Der jährliche Heizwärmebedarf liegt bei etwa 35 Kilowattstunden pro Quadratmeter. Das ist ein realistischer Wert für moderne Gebäude, nicht das theoretische Minimum eines Passivhauses und nicht der hohe Verbrauch eines unsanierten Altbaus.
Für die Stromkosten setzen wir 30 Cent pro Kilowattstunde an – der durchschnittliche Haushaltsstrompreis in Deutschland 2024. Bei der Wärmepumpe rechnen wir mit einer Jahresarbeitszahl von 2,6. Das ist kein Laborwert, sondern das Ergebnis einer Feldstudie des Fraunhofer ISE mit 541 realen Anlagen. Viele Hersteller werben mit höheren Werten, aber im Alltag – mit Warmwasserbereitung, Abtauzyklen und wechselnden Außentemperaturen – sieht die Realität anders aus.
Die Fernwärmepreise basieren auf dem aktuellen Preisspiegel der Verbraucherzentrale: 17 Cent pro Kilowattstunde Arbeitspreis plus Grundgebühr. Regional können diese Werte erheblich abweichen – Fernwärme ist kein einheitlicher Markt.
Bei den Investitionskosten für die Wärmepumpe sind Fußbodenheizung und Installation bereits enthalten. Der Sprung in der Kostenkurve nach 15 Jahren bildet den typischen Kompressortausch ab – eine Realität, die in vielen Vergleichsrechnungen fehlt. Bei der Fernwärme berücksichtigen wir den Austausch der Übergabestation nach 20 Jahren.
Diese Rechnung zeigt ein Szenario, nicht die Wahrheit für jedes Gebäude. Ihre individuelle Situation kann anders aussehen. Aber die Grundtendenz – und die Größenordnungen – sind belastbar.
